Wasser wird in der Hauptstadt von Honduras zu einer immer wertvolleren Ressource. Die Hauptreservoirs, die Tegucigalpa und das nahegelegene Comayagüela versorgen, haben kritische Pegel erreicht, was Besorgnis für die kommenden Monate schürt.
Laut der städtischen Wasserbehörde liegt der Stausee Los Laureles bei 29,51 % seiner Kapazität, während La Concepción auf 26,56 % gesunken ist.
Die bisher verzeichneten Regenfälle waren nicht ausreichend, um die Situation zu verbessern. Sie reichten nicht aus, um die dringend benötigten Reserven für das Wassersystem der beiden Städte signifikant aufzufüllen.
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Julio Quiñonez, Direktor des städtischen Risikomanagementsystems, beschreibt ein schwieriges Szenario. Die aktuellen Wetterprognosen lassen keine schnelle Verbesserung erwarten.
Um die Reservoirs außergewöhnlich zu füllen, wäre ein tropisches Phänomen nötig, das reichlich und vor allem langanhaltenden Regen bringt.
Ohne ein solches Wetterereignis könnte Tegucigalpa bis zum Jahresende unter erheblichem Wassermangel leiden.
Das Problem betrifft nicht nur die Gesamtmenge der Niederschläge. Nach langen Trockenperioden absorbieren die ausgetrockneten Böden einen erheblichen Teil des Regenwassers. Daher sind vereinzelte Unwetter nicht unbedingt ausreichend, um die Pegel der Stauseen signifikant zu erhöhen.
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Da die Reserven weiter schwinden, schrumpft auch der Handlungsspielraum des Wasserversorgungssystems.
Sollte sich die Wettersituation nicht grundlegend ändern, könnten die Behörden gezwungen sein, die Rationierungsmaßnahmen zu verstärken, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Der Zustand der Stauseen wird somit zu einem entscheidenden Indikator für die kommenden Monate. Ohne eine längere Regenperiode, die die Reservoirs tatsächlich auffüllt, könnten Tegucigalpa und Comayagüela mit zunehmendem Druck auf ihre Wasserreserven und einer immer strengeren Wasserbewirtschaftung konfrontiert werden.
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