China verstärkt die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran und erweitert sie auf seltene Erden, strategisch wichtige Rohstoffe für die Technologieindustrie und die Produktion militärischer Systeme. Die National Natural Science Foundation of China (NSFC) hat laut dem South China Morning Post die „Erkundung und Verarbeitung von Elementen seltener Erden“ unter die fünf Bereiche des neuen Workshop-Programms mit der iranischen Wissenschaftsstiftung aufgenommen. Peking wird jedes Treffen mit etwa 30.000 Yuan finanzieren, während Teheran einen Teil der Reise- und Unterkunftskosten der Forscher tragen wird.
Die Initiative ist besonders bedeutsam im Kontext der zunehmenden geopolitischen Spannungen und des Wettbewerbs zwischen China und den USA. Seltene Erden, eine Gruppe von 17 Metallen mit besonderen magnetischen und elektronischen Eigenschaften, sind unverzichtbar für Raketen, Kampfflugzeuge, Radare, elektronische Geräte und zahlreiche fortschrittliche Technologien. China ist der weltweit führende Produzent und Verarbeiter von seltenen Erden und hat in den letzten Jahren die Kontrollen über den Export der für deren Verarbeitung notwendigen Technologien verstärkt. Der Iran hingegen verfügt über ein noch wenig genutztes Potenzial: Geologische Anomalien, die auf mögliche Vorkommen hinweisen, wurden in einem Gebiet von etwa 7.000 Quadratkilometern im Zentrum des Landes entdeckt, aber die iranischen Fähigkeiten zur Gewinnung und Verarbeitung befinden sich noch in einem frühen Stadium.
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Peking und Teheran besteht seit 2017 und umfasst bereits Projekte in Bereichen wie Medizin, erneuerbare Energien, fortschrittliche Materialien, Klimawandel und künstliche Intelligenz. Die Aufnahme der seltenen Erden in das Programm 2026 markiert jedoch einen besonders bedeutenden Schritt, gerade während Washington versucht, die Abhängigkeit von den chinesischen Lieferketten für strategische Rohstoffe zu verringern.
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